Wenn das Modell Quellen erfindet
Sprachmodelle formulieren flüssig und klingen überzeugt. Sie können auch Quellen erfinden — Titel, Daten, Zitate, die es nicht gibt. Bei geldpolitischen Texten ist das besonders tückisch, weil die Originaltexte öffentlich sind und sich leicht verifizieren ließen.
Wie eine Halluzination entsteht
Ein Modell sagt den wahrscheinlichsten nächsten Text voraus. Ist die Frage suggestiv, füllt es Lücken mit plausibel Klingendem. Ein „Protokoll vom März 2024“ wird zitiert, obwohl das Originaldatum anders lautet — der Klang stimmt, der Beleg nicht.
Plausibilität gegen den Originaltext
Jede Zahl und jeder Verweis im Beitrag wird gegen den Originaltext geprüft. Steht das Zitat dort? Steht es im genannten Absatz? Lässt sich das Datum verifizieren? Eine Aussage, die sich nicht belegen lässt, erscheint nicht im Beitrag. Das ist langsamer als reines Generieren, aber es ist ehrlich.
Was die Leserin erwarten darf
Einen Befund, der im Originaltext steht, mit Angabe der Stelle. Keine erfundenen Zitate, keine erfundenen Daten. Und eine offene Nennung dessen, was die Methode nicht zeigen konnte.